Atemschutz - Feuerwehr Lilienthal

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Atemschutz

 „Feuerwehr rettet Kinder aus Dachgeschosswohnung….“

„Feuer in einem Mehrfamilienhaus - Feuerwehr rettet zwei Katzen und einen

Hund...“

 

„Feuerwehr rettet Bewohner über Drehleiter vor den Flammen...“

Diese erfreulichen Nachrichten kann man fast täglich in den deutschen Zeitungen lesen.

Aber auch Meldungen wie die folgende aus dem Jahr 2005 sind dort zu finden:

"Tübingen (BW). Bei einem Brand sind zwei Feuerwehrmänner der Freiwilligen Feuerwehr Tübingen im Einsatz ums Leben gekommen. Das Feuer brach in einem unbewohnten Fachwerkhaus, in dem sich Werk- und Lagerstätten sowie Künstlerateliers befanden, aufgrund von unsachgemäßem Umgang mit Ascheresten aus einem Holzofen aus. Das Feuer wurde kurz vor 3 Uhr von einem Autofahrer gemeldet. Beim Eintreffen der Polizei wenige Minuten später quoll bereits dichter Rauch aus dem Gebäude. Als die Feuerwehr mit dem ersten Löschfahrzeug sechs Minuten nach Alarmierung am Brandort eintraf, hatte sich das Feuer bereits auf mehrere Räumlichkeiten des überwiegend in Holzbauweise erstellten Gebäudes ausgedehnt. Der erste Löschtrupp, bestehend aus den beiden Feuerwehrmännern, war mit Löscharbeiten unter Atemschutz im Innenangriff im Gebäude beauftragt und ging über den Treppenraum bis ins Dachgeschoss vor. Während der Löscharbeiten platzte der Schlauch im Bereich des ersten Obergeschosses aufgrund von Flammenbeaufschlagung. Auf den Notruf der beiden Feuerwehrmänner hin wurden Sicherheitstrupps zur Hilfeleistung eingesetzt, die sich zunächst den Weg ins Dachgeschoss durch umfangreiche Löscharbeiten freimachen mussten, ehe sie die beiden Feuerwehrmänner bergen konnten. Die beiden Männer waren zu diesem Zeitpunkt bereits bewusstlos. Mehrere Notarztteams konnte den beiden Feuerwehrleuten trotz Reanimation nicht mehr helfen."


Quelle: www.atemschutzunfaelle.de

 

Eine der größten Herausforderungen denen sich Feuerwehrangehörige stellen können, ist sicherlich die Arbeit unter Atemschutz. Jedes Jahr kommt es in Deutschland bei Einsätzen zu Unfällen, bei den Feuerwehrleute schwer verletzt werden oder im schlimmsten Fall ihr Leben verlieren.

Um Zwischenfälle zu vermeiden und um ein hohes Maß an Sicherheit zu gewährleisten, durchlaufen die Atemschutzgeräteträger der Feuerwehren in der Gemeinde Lilienthal neben der mindestens 25 Stunden dauernden Grundausbildung jedes Jahr auch ein jährlich wiederkehrendes Fortbildungsprogramm. Geregelt wird der Einsatz unter Atemschutz in der Feuerwehr Dienstvorschrift (FwDv) 7 „Atemschutz“.


Die FwDv 7 „Atemschutz“ regelt die Ausbildung, Fortbildung und den sicheren Einsatz unter Atemschutz. Des Weiteren werden in ihr die Voraussetzungen für eine erfolgreiche und unfallsichere Verwendung von Atemschutzgeräten geschaffen. Außerdem enthält sie die Anforderungen, die an die Atemschutzgeräteträger sowie deren Ausbildung im Atemschutz zu stellen und die bei der Handhabung, Pflege und Wartung der Geräte zu beachten sind.

Unsere Einsatzkräfte die unter Atemschutz eingesetzt werden, müssen demnach folgende grundsätzliche Voraussetzungen erfüllen:

- das 18. Lebensjahr vollendet haben
- körperlich nach dem Grundsatz G26 „Atemschutzgeräte“ geeignet sein
- die Ausbildung zum Atemschutzgeräteträger erfolgreich absolviert haben
- regelmäßig an Fortbildungsveranstaltungen und Wiederholungsübungen teilnehmen
- zum Zeitpunkt der Übung oder des Einsatzes gesund sein und sich einsatzfähig fühlen

Einsatzkräfte die diese Anforderungen nicht erfüllen, dürfen nicht unter Atemschutz eingesetzt werden.

Quelle: Feuerwehr Dienstvorschrift 7 "Atemschutz"

Um Ihnen einen kleinen Eindruck über die Atemschutzausbildung zu vermitteln, haben wir Ihnen hier eine Fotogalerie zu diesem Thema zusammengestellt.

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