2001: Brand der der Diskothek "Underworld" - Feuerwehr Lilienthal

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06.05.2001: Feuer in der Diskothek „Underworld“

Am Morgen des 06.05.2001 wurde die Diskothek „Underworld“ durch einen vorsätzlich gelegten Brand komplett zerstört.

Die Wümme-Zeitung schrieb hierzu am 07.05.2001:

Aus den Türen quoll der der Rauch
Diskothek „Underworld“ brannte gestern morgen aus

Schaden von vermutlich mehreren hunderttausend Mark richtete gestern Morgen ein Feuer in einem Geschäftshaus an der Lilienthaler Hauptstraße an. Ausgebrochen war der Brand, der gegen 7:50 Uhr gemeldet wurde, in der im Keller gelegenen Diskothek Underworld. In Mitleidenschaft gezogen wurden durch die starke Rauchentwicklung aber auch benachbarte Geschäfte, darunter ein Modehaus. Verletzt wurde niemand.

Im Laufe der etwa zweistündigen Löscharbeiten sperrten Polizei und Feuerwehr das Gebiet weiträumig ab und lenkten den Verkehr über die Entlastungsstraße um. Über Rundfunk wurde die Bevölkerung vorsorglich aufgefordert, wägend der starken Rauchentwicklung Türen und Fenster geschlossen zu halten.

Gegen 6:30 Uhr, so ergaben erste Befragungen, hatte der letzte Angestellte die Diskothek verlassen. Nach Eingang des Notrufes knapp anderthalb Stunden später war zunächst die Feuerwehr Lilienthal/Falkenberg ausgerückt, später auch noch die benachbarten Wehren aus Grasberg und Worpswede, so dass insgesamt 15 Löschfahrzeuge und rund 100 Einsatzkräfte vor Ort waren.

Bis der von der Feuerwehr benachrichtigte Pächter der Diskothek mit den Schlüsseln eintraf, hatten die Einsatzkräfte bereits versucht, sich gewaltsam Zutritt zu verschaffen. Aus dem Haupteingang der Diskothek, aber auch aus dem Hintereingang des Gebäudes quollen dicke, schwarze Rauchwolken.

Mit Atemschutzgeräten machten sich einige Feuerwehrleute zunächst auf die Suche nach dem Brandherd im Untergeschoss. Wegen der ungeheuren Rauch- und Hitzeentwicklung sei dies in den unübersichtlichen Kellerräumen ein besonders schwieriger Einsatz gewesen, betonte Kreisbrandmeister Paul Rodig, der Lilienthals Ortsbrandmeister Andreas Hensel koordinierend unterstützte.

Rodig lobte die gute Zusammenarbeit der Wehren aus Lilienthal, Grasberg und Worpswede, die dies auch schon in der Vergangenheit unter Beweis gestellt hätten. Bewährt habe sich bei diesem Großeinsatz auch das neue Dekontaminationszelt, in dem die Atemschutzgeräteträger, die Schwerstarbeit zu verrichten gehabt hätten, versorgt und neue Kräfte auf Ihren Einsatz vorbereitet worden seien.

Um 10:04 Uhr hieß es dann: Feuer aus. Da die Diskothek wegen der Hitze und des Rauchs auch danach nur mit Atemschutzgeräten betreten werden konnte, wird die Kripo heute die Ermittlungen fortsetzen.

In der Wümme-Zeitung vom 08.05.2001 gab es dann die ersten Hinweise auf die Ursache des Brandes.

Brandstiftung nach Einbruchsversuch?

Das Feuer, das am Sonntag die Lilienthaler Diskothek „Underworld“ zerstört hat, wurde laut Polizei vorsätzlich gelegt. Wie ein Sprecher in Osterholz gestern weiter mitteilte, ging dem Feuer möglicherweise ein Einbruch voraus: die Ermittler fanden neben Brandbeschleunigern zum Abtransport bereitgelegte Gegenstände. Ein Geldschrank sei laienhaft mit einem Trennschleifer geöffnet gewesen. Nach ersten Schätzungen beläuft sich der Sachschaden auf zwei Millionen Mark.

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