fire-circle Workshop - Feuerwehr Lilienthal

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Fire-circle Workshop bietet ein abwechslungsreiches Tagesseminar für Feuerwehrangehörige

Am 12.10.2013 fand auf dem Feuerwehrgelände in der Edisonstraße in Lilienthal ein innovativer Workshop statt, an dem neben Mitgliedern der gastgebenden Ortsfeuerwehr Lilienthal/Falkenberg noch weitere Feuerwehren aus Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen teilnahmen. Sogar eine australische Feuerwehrfrau, eine gebürtige Deutsche, welche sich im Moment auf Heimaturlaub befindet, nahm an der Veranstaltung teil, und sorgte damit für einen internationalen Anstrich der Veranstaltung. Insgesamt konnten so 40 Teilnehmer an dem Workshop teilnehmen. Die Ausbildung wurde federführend durch die Ausbildungsplattform von fire-circle, namentlich Geschäftsführer Armin Maier, in Zusammenarbeit mit der Ortsfeuerwehr Lilienthal/Falkenberg ausgerichtet.

Fire circle hat es sich zur Aufgabe gemacht die Ausbildungsmethoden in den Feuerwehren zu optimieren und hat u.a. hierbei ein Software-System entwickelt, um die Ausbildung in den Feuerwehren besser zu planen, koordinieren und zu verwalten. So kann durch dieses System jederzeit der Ausbildungsstand des einzelnen Feuerwehrangehörigen visualisiert werden.

 

Neben Armin Maier von fire-circle waren auch Jan Ole  Unger und Niels Beneke vom Ausbildungs- und Informationsportal DREHLEITER.info dabei. Die beiden Berufsfeuerwehrleute beschäftigen sich bereits seit 2005 mit der Verbesserung und Optimierung der Drehleiterausbildung im Feuerwehrwesen und bieten hierzu auch Seminare und Vor-Ort-Trainings europaweit an. So wurden unlängst die Berufsfeuerwehrleute aus Luxemburg durch die beiden Drehleiter-Spezialisten eine Woche lang intensiv ausgebildet. Ebenfalls als Dozent dabei war Christian Elsner, welcher als Polizeiredakteur für die Verlagsgesellschaft Madsack GmbH & Co. KG in Hannover arbeitet und hierbei unter anderem für die Hannoversche Allgemeine Zeitung berichtet.

 

Nach drei Impulsvorträgen am Vormittag zu unterschiedlichen Fachthemen, gliederte sich die Veranstaltung in drei thematisch unterschiedliche Workshops:

 

Im ersten Workshop wurde durch Armin Maier die Methoden zur effektiven und attraktiven Ausbildung in der Feuerwehr vertiefend dargestellt. Das Training gliederte sich abwechselnd in theoretische und praxisorientierte Themenblöcke, so dass das Erlernte von den Teilnehmern gleich praktisch umgesetzt werden konnte. Das Ziel dieses Training war es die Führungskräfte und Ausbilder fit für Ihre Ausbildungsaufgaben innerhalb der Wehr zu machen. „Wir benötigen einen einheitlichen Ausbildungs- und Wissenstand innerhalb der Feuerwehren. Hierzu müssen wir an der Basis anfangen und zuerst unsere Führungskräfte wie auch Ausbilder über die aktuellen Lernmethoden zum effizienten Lernen wie auch zur Teamentwicklung fortbilden um mit diesem Handwerkszeug anschließend unsere Mannschaft auf einen einheitlichen guten Ausbildungsstand zu bekommen.“, so Armin Maier. Besonderen Wert wird im Rahmen des Ausbildungskonzeptes auf den teamorientierten Lernansatz gelegt, denn  die Feuerwehrarbeit ist und bleibt ein zu erlernendes Handwerk, dass es auch im Team zu beherrschen gilt. Teamwork ist hier die oberste Prämisse jeglichen Erfolgs. Gut durchgeführte Ausbildungen an bewährten und auch an neuen innovativen Technologien geben dem Helfer notwendige Kenntnisse und ein hohes Maß an Handlungssicherheit.

 

Jan Ole Unger bildete im zweiten Workshop die anwesenden Drehleiter-Maschinisten in dem Einsatzschema für Hubrettungsfahrzeuge aus. Nach einem kurzen Theorieblock wurden den Teilnehmern anschaulich in der Praxis an mehreren Objekten in Lilienthal die verschiedenen Einsatzvarianten und Anleiterformen der Drehleiter vor Augen geführt. Kern hierbei ist die von Jan Ole Unger und Niels Beneke entwickelte HAUS-Regel. Die HAUS-Regel ist ein Leitfaden für den Ausbildungs- und Einsatzdienst und fasst alle wichtigen Handlungen zur schnellen und richtigen Positionierung der Drehleiter als logische Abfolge zusammen. Sie trägt dazu bei, die Stressbelastung der Besatzung im Einsatz zu reduzieren. Die Abkürzung “HAUS“, die jeder Drehleiter-Maschinist gedanklich leicht mit einem Drehleitereinsatz in Verbindung bringen kann, steht für: Hindernisse, Abstände, Untergrund und Sicherheit.

 

Im dritten Workshop stellte Niels Beneke, welcher hauptberuflich als einer von sieben Pressesprechern der Feuerwehr Hannover agiert, sowie Christian Elsner die Grundzüge der einsatzbezogenen Pressearbeit vor.  Hierbei wurden den Teilnehmern die gesetzlichen Grundlagen erläutert und Beispiele für eine optimierte Pressearbeit gegeben. Hierbei konnte durch Christian Elsner eindrucksvoll der Blickwinkel der Medien den Einsatzkräften vermittelt werden, so dass ein verbessertes Verständnis der Einsatzkräfte für die Arbeitsweise der Medien und Nachrichtenagenturen erzielt werden konnte. Hierbei warb Christian Elsner auch dafür, dass man sich seitens der Feuerwehren ein Konzept für einsatzbezogene Pressearbeit für größere Schadenslagen im Vorfeld machen sollte. Hierbei haben viele Feuerwehren bereits die Funktion eines Feuerwehr - Pressesprechers eingerichtet. Hierdurch stehe für die Medien jederzeit ein qualifizierter Ansprechpartner für einsatzbezogene Pressearbeit zur Verfügung.

 

Nach einer abschließenden Feedback-Runde endete dann gegen 17:00 Uhr ein sehr wissensintensives und innovatives Seminar, welcher bei den Teilnehmern bleibenden Eindruck hinterließ. Besondern Mehrwert boten hierbei aber nicht nur die fachlichen Themen, sondern auch die Erfahrungsaustausche und Pausen-Gespräche zwischen den Teilnehmern der unterschiedlichen Feuerwehren, die den besonderen Blick „über den Tellerrand“  hinaus gefördert haben. Ortsbrandmeister Lars van den Hoogen konnte so ein zufriedenes Fazit ziehen und unterstrich, dass das Seminar durchaus im nächsten Jahr mit einer noch breiteren Themenpalette wiederholt werden könnte.

Impressionen vom fire-circle workshop
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