JHV - Feuerwehr Lilienthal

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Jahreshauptversammlung 2018

Zur diesjährigen Jahreshauptversammlung (JHV) der Ortsfeuerwehr Lilienthal/Falkenberg am Freitag, den 12.01.2018 konnte Ortsbrandmeister (OrtsBM) Lars van den Hoogen neben vielen Mitgliedern der Einsatz- sowie der Alters- und Ehrenabteilung folgende Gäste begrüßen: Bürgermeister Kristian Tangermann, Ehrengemeindebrandmeister Klaus Thienemann, Gemeindebrandmeister (GemBM) Andreas Hensel und seinen Stellvertreter Kai Garbade, den Betreuer der Alters- und Ehrenabteilung auf Gemeindeebene Hans-Hermann Runge, die Fachberater Dr. Jörn Hock und Jan-Ole Unger sowie folgende Repräsentanten der Gemeindeverwaltung: Jürgen Weinert (Leiter Fachbereich I), Manuela Langer (Leiterin Ordnungsamt) und Marco Müller (Mitarbeiter Ordnungsamt).

 

Nach einer kurzen Begrüßung gab es eine Schweigeminute für den im Jahr 2017 verstorbenen Kameraden Heinz Hauschildt und den zu Jahresbeginn verschiedenen Kameraden Johann Runge.
Es folgten das Feststellen der ordnungsgemäßen Ladung sowie der Beschlußfähigkeit. Danach wurde die JHV unterbrochen, um eine stärkende Mahlzeit einzunehmen.

 

Im Anschluss verlas Ingo Stelljes-Subarew das Protokoll der letztjährigen JHV - traditionell auf Plattdeutsch.

 

Danach folgten die Jahresberichte. OrtsBM van den Hoogen wies in seiner Rückschau darauf hin, dass das Jahr 2017 mit 182 Einsätzen einen neuen Rekord bei den Einsatzzahlen bedeutete. Hier waren vor allem vier sogenannte Flächenlagen prägend, bei denen durch wetterbedingte Ursachen viele Einsätze in sehr kurzer Zeit anfielen und dann nach und nach abgearbeitet werden mussten: drei Sturmtiefs und eine Starkregenfront. Hier scheint sich der Klimawandel bemerkbar zu machen, was bedeutet, das sich dieses in der Zukunft weiter wiederholen kann. Um so wichtiger ist die gute Vorbereitung auf solche Lagen. In der Nachbereitung (Dokumentation, Aufklaren der Fahrzeuge und Geräte, Reparaturen etc.) nehmen sie ebenfalls sehr viel Zeit in Anspruch. Hier stößt das Ehrenamt manchmal an seine Grenzen und eine Bewältigung ist nur durch einen guten Gemeinschaftsgedanken möglich, durch den alle mit anpacken.
Ebenfalls sehr zeitaufwendig, und das leider unnötigerweise, erwies sich die Einführung der neuen Verwaltungssoftware FeuerOn. Es gab leider kaum eine Schulung oder Dokumentation für die künftigen Anwender, so dass viel Arbeit mit Ausprobieren, Intuition und selbst beibringen verbracht werden mußte.
Neu im Bereich EDV war auch die Einführung einer elektronischen Einsatzbibliothek, mit der z.B. Wasserentnahmestellen und Objektpläne sehr schnell und mobil abrufbar sind. Ein neues Verfügbarkeitssystem ermöglicht es außerdem den Einsatzkräften, per Smartphone nach Alarmierungen eine Rückmeldung zu geben, ob sie zum Einsatz kommen oder verhindert sind. So kann die Führung frühzeitig sehen, ob die eigenen Kräfte reichen werden.
Im Bereich der Fahrzeuge hat der Arbeitskreis für den Gerätewagen Logistik seine Arbeit vorangetrieben, so dass die Ausschreibung nun starten kann.

In einer detaillierten Rückschau auf die Einsätze konnte van den Hoogen 44 Brandeinsätze vermelden. Hier war vor allem eine Serie von Kleinbränden nach Brandstiftungen sehr ärgerlich. Dafür ging die Anzahl der Alarme durch Brandmeldeanlagen in 2017 auf 16 zurück.

Bei den 138 technischen Hilfeleistungen waren unter anderem 19 Personenrettungen unterschiedlicher Art erwähnenswert sowie drei Gefahrgut-Einsätze; allen voran jedoch die bereits angesprochenen Unwetterlagen, durch die allein bei unserer Ortsfeuerwehr 59 Einsätze anfielen. Bei allen vier Lagen wurde jeweils eine örtliche Einsatzleitung im Feuerwehrhaus Lilienthal/Falkenberg errichtet, die gemeindeweit alle Einsätze erfasste und koordinierte, um so die Leitstelle Bremerhaven zu entlasten. Auch die jeweilige sehr gute Zusammenarbeit mit dem Baubetriebshof entlastete die Einsatzkräfte der Feuerwehr. Beim Starkregen mußte sogar das THW mit eingesetzt werden.

Neben den Einsätzen wurden auch wieder viele Stunden mit Ausbildung verbracht, so z.B. mit einem Zusatzdienst "Gebäudeschäden", den ein Baufachberater des THWs abhielt. Der OrtsBM dankte in diesem Zuge Herrn Ulrich Müller, der der Feuerwehr wiederholt Abbruchobjekte zur Verfügung stellte, in denen realitätsnah geübt werden konnte. Eine weitere wichtige Rolle spielten gemeinsame Übungen mit den anderen Ortsfeuerwehren sowie eine gemeindeübergreifende Alarmübung am Hallenbad. 20 Kameradinnen und Kameraden besuchten außerdem Lehrgänge auf Kreis- und Landesebene.
Somit konnten Ende 2017 die 60 aktiven Mitglieder insgesamt über 14.000 geleistete Dienststunden verzeichnen - ein Anstieg von 20% gegenüber dem Vorjahr.
In seinem Ausblick auf 2018 zeigte van den Hoogen die kommenden größeren Aufgaben auf: die Mitgliederwerbung muss forciert werden, da die Einwohnerzahl ständig wächst, die Mitgliederzahl gegenwärtig aber nicht. Die Beschaffung des Gerätewagens Logistik und eines Mehrzweckfahrzeugs stehen an, in Eigenleistung soll eine Wetterschutzhalle gebaut werden und die Umsetzung des Feuerwehrbedarfsplanes muss konsequenter fortgeführt werden.

 

Es folgten die Berichte der Fachabteilungen.
Der Sicherheitsbeauftragte Jan-Hendrik Thölken konnte in Abwesenheit zum Glück keinen Dienstunfall in 2017 vermelden lassen.
Gerätewart Thorsten Reich meldete Fahrzeuge und Geräte in Ordnung, wies aber wie der OrtsBM auf die ständig zunehmende Arbeit bei Prüfung und Instandhaltung der Ausrüstung hin. Etwas mehr Hilfe der Kameraden bei den Gerätediensten wäre schön.

Im Bereich Atemschutz sind zur Zeit 30 Atemschutzgeräteträger einsatzbereit. Als neue Einrichtung hat sich die Atemschutz-Sammelstelle bewährt, deren Konzept gemeindeweit erarbeitet und erprobt wurde. Atemschutzgerätewart Thomas Schmidtke dankte der Gemeinde für die finanziellen Mittel, um regelmäßig die unverzichtbaren Heißausbildungen durchführen zu können.
Funkwart Florian Hempel mußte berichten, dass sich die Umstellung des Einsatzstellenfunks von 2017 auf 2018 verzögert, was aber politische Ursachen hat. Dafür ist der „kurze“ Testbetrieb der digitalen Alarmierung nach vier Jahren in einen Regelbetrieb übergegangen.

 

Jugendfeuerwehrwart Harm Behrens mußte ein leichtes Minus bei den Mitgliedern vermelden. Dieses lag an einer größeren Fluktuation von Ein- und Aus- sowie Übertritten in die aktive Abteilung. Die Jugendfeuerwehr absolvierte 39 Dienste sowie zahlreiche andere Termine wie Öffentlichkeitsarbeit, ein einwöchiges Zeltlager auf Rügen oder die Teilnahme am Gemeindepokal und dem Sportturnier der Kreisjugendfeuerwehr. Behrens dankte zum Abschluß seines Berichtes allen Betreuern und Unterstützern und warb dabei gleichzeitig für neue Betreuer.
Kinderfeuerwehrwartin Julia Schulz berichtete über eine stabile Mitgliederzahl. Außerdem hat es das erste Mitglied von der Kinder- über die Jugendfeuerwehr in die aktive Abteilung geschafft. Bei 20 Diensten standen Spiel und Spaß, aber auch Feuerwehrbelange im Mittelpunkt. Ein weiterer Höhepunkt war ein Ausflug zusammen mit einigen Mitgliedern der Alters- und Ehrenabteilung in ein Feuerwehrmuseum. Schulz dankte ebenfalls allen Betreuern und warb auch hier für etwas mehr Unterstützung.
Der Sprecher der Alters- und Ehrenabteilung Karl Lachmund berichtete unter anderem von zwei Fahrradtouren und dreimaligem Grillen für die Einsatzabteilung.

 

Anschließend freute sich Lars van den Hoogen, Gina Frese, Luca Tiedemann, Lucas Hansen, Leon Saidavi und Finn-Lucas Gronau zur Feuerwehrfrau bzw. zu Feuerwehrmännern befördern zu dürfen, Jasper Müller, Florian Hempel und Ralph Bruder zu Oberfeuerwehrmännern, Rolf Bocks zum Hauptfeuerwehrmann sowie Holger Sudmann zum 1. Hauptfeuerwehrmann.

 

Da die Amtszeit des Ortsbrandmeisters in diesem Jahr abläuft, stand als nächstes Die Wahl eines Vorschlags der Mitgliederversammlung für den Gemeinderat an, die von Bürgermeister Kristian Tangermann geleitet wurde. Es gab nur einen Kandidaten, und Tangermann konnte verkünden, dass Lars van den Hoogen von den Mitgliedern der Ortsfeuerwehr einstimmig für eine weitere Amtsperiode vorgeschlagen wird.

 

Es folgten die Grußworte der Gäste.
GemBM Andreas Hensel dankte der Verwaltung für das zahlreiche Erscheinen. Er berichtete, dass auch auf Gemeindeebene 2017 ein Rekordjahr war, denn auch die anderen Ortsfeuerwehren verzeichneten nie dagewesene Einsatzzahlen. So wurden in der Gemeinde insgesamt 314 Einsätze gefahren, ein Plus von 67%!! Von diesen wiederum waren 257 wetterbedingt. Nicht nur die Unwetterlagen sorgten also für einen Einsatzzuwachs, auch zwischendurch war immer wieder das "normale" Wetter verantwortlich für ein Ausrücken der Feuerwehren.
209 Mitglieder in den fünf Ortswehren bedeuten ein Minus von zwei, was Hensel zum Anlass nahm, ebenfalls die Wichtigkeit der Mitgliederwerbung zu betonen. Insgesamt 70 Kameraden besuchten Lehrgänge.
Nach einem Dank für die gute Zusammenarbeit in der Vergangenheit an den Fachbereich 2 im Rathaus (ab dem 01.01.2018 ist der Fachbereich 1 für die Feuerwehr zuständig) konnte der GemBM Andre Cordes zum Oberlöschmeister und Carsten Thölken zum Hauptlöschmeister befördern.

 

Der Bürgermeister richtete den Dank von Rat und Verwaltung für die von der Feuerwehr geleistete Arbeit aus. Er berichtete kurz über die bereits erwähnte Umstrukturierung im Rathaus, die neue Zuständigkeiten und Ansprechpartner mit sich bringt, von denen die meisten auf der JHV erschienen sind, um sich vorzustellen. Tangermann drückte die Hoffnung aus, dass die Zusammenarbeit weiter reibungslos und gemeinschaftlich funktionieren wird.

Anschließend ehrte er Rolf Bocks für 25-jährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr und Hans-Joachim Schnaars sogar für 50 Jahre.

 

Als letztes berichtete der Betreuer der Alters- und Ehrenabteilung auf Gemeindeebene Hans-Hermann Runge über deren Aktivitäten. Auf Gemeindeebene gibt es 59 Mitglieder, die diverse Aktivitäten und Ausflüge unternommen haben, darunter ein Treffen auf Kreisebene mit 160 anwesenden Alterskameraden.

 

Da zum Tagesordnungspunkt "Verschiedenes" niemand etwas beizutragen hatte, konnte Lars van den Hoogen die JHV um 21:54 schließen und den geselligen Teil einläuten.

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