Verhalten bei Unwetter - Feuerwehr Lilienthal

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Verhalten bei Unwetter

Verhalten bei Gewitter

 

Wer kennt das nicht – ein heißer schwüler Sommertag geht zu Ende und es ziehen dunkle Gewitterwolken auf.  Damit man sich auch entspannt das Wetter-Spektakel anschauen kann, sollte man  einige Verhaltensregeln befolgen:

 

  • Nicht unter Bäumen Schutz suchen. Dabei spielt die Art des Baumes keine Rolle: Ob Buche oder Pappel, dem Blitz ist es egal, worin er sich entlädt!

 

  • Bei Aufzug eines Gewitters sind Gewässer zu meiden. Schwimmer sollten sofort das Wasser verlassen.

 

  • In freiem Gelände möglichst eine Senke suchen, in die Hocke gehen, Füße eng beieinander stellen, keinen Schirm festhalten.

 

  • Gefährliche Orte im Freien sind einzelne Bäume oder Baumgruppen, Hügel, Aussichtstürme, Metallzäune und Masten.

 

  • Am sichersten ist man in Gebäuden mit Blitzschutzanlagen bzw. im Auto (Faradayscher Käfig, nach Michael Faraday)

 

  • Im Haus bei möglichst allen elektrischen Geräten den Stecker ziehen.

 

  • Auch das Duschen oder Baden ist zu vermeiden

Im Falle eines Unwetters:

 

  • Bekämpfen Sie kleinere Wasserschäden selbst. Sie halten damit Feuerwehrkräfte für wichtige Einsätze frei.

  • Halten Sie Balkon- und Terrassenabläufe sowie alle zum Gebäude gehörenden sonstigen Abläufe frei von Blättern und Blüten!

  • Fahren Sie Markisen ein, schließen Sie Sonnenschirme!

Zwei klassische Gewitter-Irrtümer


An dieser Stelle sei noch darauf hingewiesen: Schauer oder Gewitterwolken machen nicht vor Seen, Bächen oder Flüssen halt. Auch Überlandleitungen üben keinen Einfluss auf die Stärke und Zugrichtung eines Gewitters aus. Gewitterwolken ziehen in etwa mit einer Untergrenze der Wolkenbasis von 1500 bis 2000 Metern über das Land hinweg und können im Sommer oft über 14 Kilometer hoch in den Himmel ragen. Da ist es nur logisch, dass ein Fluss oder See auf die weit darüber hinweg ziehenden Gewitterwolken keinen Einfluss ausüben kann.

 

Oftmals wird berichtet, „ein Gewitter kam wieder zu uns zurück“. Auch dies geht nicht. Denn Gewitter ziehen in einer vorgegebenen Strömung daher oder orientieren sich an orographischen Gegebenheiten. Wenn mehrere Gewitter an einem Tag an einem Ort stattfinden, so sind es meist Neubildungen.

 

Entfernung eines Gewitters berechnen


Wie weit ein Gewitter vom Betrachter entfernt ist, lässt sich leicht errechnen. Die Schallgeschwindigkeit beträgt bei etwa 20°C ziemlich genau 343 Meter pro Sekunde. Blitzt es und man zählt beispielsweise 10 Sekunden bis der Donner hörbar wird, so ist die Blitzentladung also etwa 3,4 Kilometer entfernt. Es gilt die Faustregel: Anzahl der Sekunden nach einer Blitzentladung bis zum Donner geteilt durch 3 ergibt die Entfernung zum Gewitter in Kilometern.

 

Quelle: Meteomedia 

Unwetterereignisse: Feuerwehren bekämpfen Gefahren, keine Schäden!


Bei Unwettern kommt es häufig vor, dass wir uns mit vielen Einsätzen auf einmal konfrontiert sehen. Deshalb ist es notwendig die Einsätze zu kategorisieren und zu priorisieren, um unsere Ressourcen auch effizient einzusetzen. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass Regen- und Sturmschäden nach Priorität beseitigt werden.

 

Belasten Sie die Leitstelle nicht durch mehrmaliges Nachfragen, außer in wirklich dringenden Fällen. Die Feuerwehr kommt!

 

Geht von einem eingetretenen Schaden keine Gefahr für Dritte oder Sachwerte aus, wie beispielsweise bei einem auf dem Boden liegenden Baum im Garten eines Privatgrundstücks, dann stellt dies keine Einsatzlage für die Feuerwehr dar. Hier muss durch den Hausbesitzer selber oder eine Fachfirma die Beseitigung vorgenommen werden, da die Feuerwehr nicht in Konkurrenz zu einem gewerblichen Unternehmen treten soll und für vordringlichere Einsätze freigehalten werden muss.

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